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Zuhause im Altenberg & Rabbental

Der rechtsufrige Aarehang zwischen Untertorbrücke und Lorrainebrücke bildet ein in sich geschlossenes Quartier: der ALTENBERG eher im östlichen, das RABBENTAL im westlichen Teil. Die Bezeichnung "Altenberg’"stammt wahrscheinlich aus dem lateinischen "altus mons", was "hoher Berg" bedeutet. Im Wort "Rabbental" dürfte, wenn auch etwas umstritten, aber es würde so gut passen, die Wurzel "Räben" oder "Reben" enthalten sein. Der Flurname erinnert an die frühere Nutzung dieses sonnigen Hanges als wichtiger Rebberg der Stadt Bern vom 12. bis zum 18. Jahrhundert.

Die Besiedlung des Quartiers im Laufe der Jahrhunderte ist eng verbunden mit der Lage entlang der Aare und dem Brückenbau. Um 1255 wurde die Untertorbrücke als wichtige Verbindung der jungen Stadt Richtung Osten und gegen das Oberland erstellt. Fasshaus und Gasthof Landhaus, früher eine bedeutende Fuhrhalterei, sind Zeugen alter Gewerbe in der Golaten. Die ehemalige Brauerei Gassner am anderen Ende unseres Quartiers nutzte als erster Betrieb der Stadt Bern die Kraft des Wassers für die Stromproduktion. Die intensive Überbauung setzte erst mit dem Bau der Brücken ein: 1844 Nydeggbrücke, 1856 Altenbergsteg, 1858 die rote Eisenbahnbrücke, 1896 die Kornhausbrücke, 1931 die Lorrainebrücke.

Während dieser Zeit entstanden die drei Spitäler Salem, Viktoria und Beau-Site. Wohlhabende Bürger bauten sich an der sonnigen, stadtnahen Lage ihre herrschaftlichen Wohnhäuser. Enge Strässchen entlang von hohen Stützmauern erschlossen den steilen Hang zwischen Aare und Schänzlihalde.

Die heutige Bauordnung weist den grössten Teil des Gebietes der Wohnzone und ausserdem der Aareteil-Schutzzone zu. Das Grün der Bäume, Gärten und Anlagen prägen das Erscheinungsbild unseres Quartiers. Die Spitäler Salem und Beau-Site, die Alters- und Pflegeheime Altenberg und Viktoria sind die grössten Betriebe. Auch sie profitieren von der Stadtnähe und der hervorragenden Wohnlage. Drei Gastgewerbe-Betriebe (Kursaal, Altenberg, Landhaus), verschiedene kleinere Gewerbe, Kinderkrippe, Turnhallen, Botanischer Garten, Schule für Gestaltung, Ateliers, Arztpraxen und Planungsbüros bieten vielfältige Arbeitsplätze. Hingegen fehlen Einkaufsmöglichkeiten, Volksschulen, öffentliche Verkehrsmittel. Das Quartier und seine BewohnerInnen sind stark nach aussen orientiert, sei es auf die Altstadt oder gegen das Nordquartier. Es fehlt ein eigentliches Zentrum. Wenn man sich trifft, dann auf dem Bärenplatz, auf dem Märit, auf dem Breitenrainplatz. Die ältere Generation prägt das recht spärliche Leben auf den Strassen.
Dabei wären eigentlich viele Häuser für grosse Familien konzipiert worden. Umsomehr freuen wir uns darüber, dass gerade in letzter zeit vermehrt Mütter und Väter mit Kinderwagen auf den verkehrsberuhigten Strassen unterwegs sind.